Thursday, 9 October 2014

Mongolei Part 2 - Ulaanbaatar bis zur Mongolischen Grenze

Fotos folgen noch….sind grad etwas im Stress
Bericht ab 17.09.14 Ulaanbaatar/ Mongolei


Wir checken im Oasis Motel ein, es ist eine Art Camp für Durchreisende in dem man entweder ein normales Zimmer oder eine mongolische Jucht mieten kann. Dort lernen wir zwei Pärchen kennen, das ältere (in Anne’s Alter) kommt aus Holland und ist mit einem Toyota Land Cruiser Umbau unterwegs. Sie sind schon sehr viel gereist und Vegetarier. Das jüngere in meinem Alter aus Deutschland, sie scheinen auf unserer Wellenlänge zu sein. Beide haben in Stuttgart auf einer Art Mad Max Areal gelebt, ist ein Gelände der DB. Jonas macht den Eindruck als ob er sowie ich im Leben was bewegen möchte…etwas erbauen, erschaffen…wir führen einpaar Gespräche und hoffentlich ergibt sich in naher Zukunft etwas. Sie reisen zusammen mit den holländern durch China 3000€ kostet beiden der Spass, ohne Benzin, Essen und Unterkunkft versteht sich.


 

Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben, doch dann beschliessen wir uns endlich etwas Ruhe zu göhnen und bleiben noch eine Nacht. In dieser Nacht friert es mich erst und dann ist es mir viel zu heiss, ich schwitze – scheiss Fieber hat meinen Körper im Griff ! Eine weitere Nacht bleiben wir , damit ich sehe wie es mit dem Fieber und meinem allgemeinen Wohlbefinden weitergeht. Mit Jonas und seiner Freundin gehen wir auf den Autoteile-Schwarzmarkt 3 Km von der Oasis entfernt. Jonas braucht für seinen Land Rover Defender einpaar Teile, wir laufen den ganzen Markt ab und finden nur für asiatische Fahrzeuge Teile. Ein Einheimischer sagt uns das es noch eine Markt für europäische Autos gibt und schreibt es Jonas auf mongolisch auf, damit wir unterwegs fragen können. Wir laufen, laufen und laufen, fragen dann einen Taxifahrer ob er den Markt kennt ? Ja ! 3000…und er bringt uns hin, los geht’s durch üble Schotterstrassen ca. 5 KM weiter haltet er an und sagt hier ist es ! Nichts zu sehen, dann fehlt ihm ein das er hier irgendwo sein muss, aber er nicht genau weiss wo SUUUPER ! Jonas zahlte ihm quasi seine Heimfahrt, und wir sind nach einer Weile suchen, dann wieder ohne Teile zurück zum Motel gelaufen.

Es ist Sonntag, die Holländer reisen ab, dann wir und die Deutschen. Wir fahren zu der ca. 60KM entfernten und sehr grossen Chinges Chan Statue aus Edelstahl, dort findet man auch wieder eine armseelige Touristenattraktion, lebendige und verkommene Adler und Geier mit denen man ein Foto machen kann. Die Tiere sehen aus wie gerupfte Hühner und versuchen immer wieder wegzufliegen. Da ihnen der Halbaffe eine gut 2m lange Schnurr um die Füsse gebunden hat, knallen sie immer gegen den Boden, wir haben es per Zufall gefilmt. Anne ist Wildhütterin in Afrika und sieht sowas nicht gern, welcher normale Mensch würde das auch tun ? Darum schaut sie weg und geht wieder zurück. Bei manchen Nomaden ist leider auch Alder Suppe eine Delikatesse, wir wollen ihnen nicht in ihr Leben eingreifen und Mutter Theresa spielen, sie über geschützte Arten usw. aufklären darauf muss jeder irgendwie selber kommen. Vielleicht wäre es angebracht es zutun, wir aus der westlichen Welt brachten ihnen ebenfalls den Vorschritt, die ganzen Artikel, PET-Flaschen, Plastiktütten usw. aber (so scheint es) nicht die Mittel das Zeug ordentlich zu entsorgen bzw. zu recyclen. In Russland war es am Strassenrand zum Teil zugemüllt…der Teil der Mongolei den wir gesehen haben übertrifft Russland locker.



Nach der Besichtigung der Chinges Chan Statue suchten wir einen geeigneten Zeltplatz, es scheint recht mild zu sein, wir beschliessen nur in den Schlafsäcken zu schlafen und verzichten aufs Zelt. Kurz vor Sonnenaufgang erwachen wir und trauen unseren Augen nicht ! Alles ist gefroren, die Bikes, die Schlafsäcke und unser Wasser !!! -10Grad SHIIIIT ! Das kam aber überraschend, am Tag waren es noch +24Grad. Mit Körperwärme taue ich das Wasser in der Petflasche auf, und koche anschliessend warmen Tee, Anne macht wie immer lecker Frühstück.


 Etwas geschockt rappeln wir uns auf und düsen weiter Richtung Osten, wir fahren durch riesige Steppenwüsten der Wüste Gobi , die Strassen sind nur noch Offroad, mords Schlaglöcher die zum grössten Teil wie ein vertrockneter Sumpf aussehen, tiefe Rillen von vertrocknete bächen die quer oder mitten durch die Strasse verlaufen. Eine sehr hügelige und wunderschöne Landschaft folgt, zwischen den hügeln heisst es meisten runter in den ersten Gang…viel Sand ! Wir bewegen uns nur langsam vorwärts den 4.Gang sehen die Motorräder quasi nie, der unterschiedliche Untergrund lässt einfach keine höhere Geschwindigkeit zu. Ab und zu verläuft die Eisenbahnlinie an der Strasse entlang, diese ist dann mit etwas Stacheldraht abgesichert, und was etwas verschissen ist, dass auf der gesamten Offroad Strecke bis zu russichen Grenze immer wieder dieser Stacheldraht auf der Strasse liegt oder gespannt ist…einmal bleibt mir dieser während der Fahrt am Fuss hängen, als ich ihn zuspät gesehen habe und das Vorderrad ihn hochschoss – nichts passiert ! Idioten gibt es also auch in der Mongolei.


Die Regenzeit ist in der Mongolei vorbei und die Offroad Strasse ist sehr staubig und trocken wir bewegen uns zwischen 1000-1700m ü.d.M. Die tiefen Sandstrassen sind für die R 1100GS mühsam und so kommts das ich immer aufs Feld ausweichen muss, Anne folgt wie eine Magnetschwebebahn in einer Linie. Im Feld wiederrum sieht man kaum was auf dem Boden liegt, grosse scharfe Steine oder wie im kommenden Fall ein ausgetrocknerter Bach den ich zu spät sehe und wie ein Katapult drüberdonnere, Anne ist hinter mir und sieht alles. In den mini Bach gings ohne Probleme rein und beim rausfahren schlägt das Vorderrad voll in die Kante rein, schafft es irgendwie drüber dann folgt das Hinterrad…beide Seitenkoffer bleiben an der Bachkante hängen, durch die Wucht werden sie nach oben geschleudert und da das Topcase breit ist und leider im Weg war – reist es mir das frisch reparierte Heck wieder ab. Beide Koffer fliegen wie Diskusscheiben durch die Luft, das Bike schlägt zusammen mit mir wie ein Stein am Boden auf, mir ist zum Glück nichts passiert. Anne kommt geschockt zu mir, und ich fange an zu lachen und sage zu ihr : » HAST DU DAS GESEHEN ???!!! « Dann sehe ich erst die Koffer weit hinten liegen (siehe Foto), und dann mein gebrochenes Heck VERDAMMT ! Blinker, Kennzeichen usw. liegen versteuert in der Gegend rum, das Rücklicht ist komplett zerstört.


Wir suchen alles zusammen, dann fange ich an das Bike zu reparieren, Anne fängt an zu kochen und kurz darauf taucht ein junges mongolisches Pärchen auf einem chinesischen 150ccm Moped auf, er sieht das Drama und versucht mir beim Schrauben zu helfen, ich zeige ihm die Werkzeuge, wie was funktioniert und repariere sein Moped noch nebenbei er hat grosse Freude und hilft weiter. Vom Spanngurt ist er fasziniert und versucht sich daran, der Meister musste auch da wieder zur Stelle Seine Frau schmunzelt die ganze Zeit, beide kriegen von Annes guter Küche was ab, nur es scheint ihnen nicht wirklich zu schmecken Dann fiel mir ein das er wie all die andern mongolen ohne Helm, Brille oder sonstwas rumfährt. Ich schenke ihm meine Sonnenbrille die leider unter dem Helm auf Dauer zu sehr gedrückt hat. Meine alte und geliebte Cerjo Pornobrille habe ich in Russland verloren.


Er zeigt mir mit seinem Fernglas auf eine grosse Herde mit Tieren und das er sie wieder zusammentreiben muss…er steigt mit seiner Frau aufs Moped und verschwindet. Es ist bereits spät am Nachmittag, als ich fast fertig bin mit der BMW kommt er wieder und ladet uns zu sich ein und besteht darauf das wir dort schlafen. Los geht’s ! Während der Fahrt zickt das Federbein rum, es schlägt immer durch, es machte schon in Russland ab und zu Probleme…an der Jucht angekommen stelle ich es auf die härteste Stufe und drehe ne Runde – KACKE ! Hilft nichts mehr, das Federbein ist am Ende. Zu Beginn der Reise wollte ich mir das Geld für ein neues und sehr gutes Oehlins Federbein sparen, ein neues Federbein musste ähnlich wie das Originale sein, dass an der BMW verbaut ist mit der hydraulischen Federvorspannung . Wie gesagt das Geld wollte ich für die Reise einsparen, und verzichtete auf das Oehlins, also kaufte ich ein nagelneues und um 400€ günstigeres Bitubo Federbein für 429€ - bereits in Russland machte sich das Federbein negativ bemerkbar, ich hoffte die ganze Zeit das es lange hebt…da habe ich am falschen Ende gespart, nun ist es kaputt und die Kohle für ein neues muss erst viel später wieder irgendwo in Australien erarbeitet werden.
Am Abend helfe ich ihm mit meiner BMW den Rest der Tiere Richtung Jucht einzutreiben, Super Erfahrung und riesen Gaudi ! Ich fühle mich wie ein Cowboy. Vier grosse Hunde bewachen das Gelände, sie schlagen Alarm sobald sie was hören, drei von denen laufen frei rum und der vierte ist auf Menschen abgerichtet und angebunden…das wusste ich zunächst nicht und näher mich mit guter Laune dem Menschenfresser, er knurrt wie eine Bestie und stellt sein Fell auf – OKAAAY ich weiss bescheid, dann ruft mir der Kerl zurück und zeigt mir – Arm ab ! Nachts bindet er ihn los und dann darf niemand mehr raus, sonst fehlt ein Körperteil.

Wir speisen mit den beiden, sie zeigt Anne wie sie Teig usw. zubereitet. Am nächsten Morgen bellt der lebende Fleischwolf wie gestört, die anderen drei Hunde stehen diskrett hinter ihm und machen mit…in weiter Ferne sieht man ein gelehmtes Schaf das wieder zurück zur Herde möchte – eine Aufgabe für mich denk ich mir, und laufe gemütlich an der angebundenen Bestie durch und plötzlich schiessen die anderen drei


Hunde los und steuern auf das Schaf zu. Das Vieh macht einen Rückzieher und rennt wie gestört nur geradeaus, die Hunde sind längst wieder an der Jucht zurück, und das Teil rennt immer weiter und weiter, rasch hopse ich aufs Bike NATüRLICH wie letzten Abend ohne Helm und Handschuhe. Ich realisiere erst unterwegs das es -3Grad hat und friere mir fast die Finger ab, das Schaf rennt wie gestört immer noch geradeaus. Kaum einholt führe ich es Richtung Jucht zurück, dann fängt es an zu spinnen rennt los und will rechts an mir vorbei. Am Tank habe ich links und rechts Ersatzreifen montiert, und dass zum Glück vom Schaf, es rammt mich einpaar mal beim Versuch zu entwischen…irgendwann reichts mir und ramme es mit der linken Seite zurück, die 350KG BMW Kuh verschafft sich beim naiven Schaf schnell Respekt – und siehe da…es beruhigt sich und folgt brav bis zur Herde Mit einem unmenschlichem Grinsen im Gesicht komme ich an der Jucht an und er hat nur gelacht.
Er zeigt mir einen kleinen Hyunday Pickup und erklärt das dieser für den Umzug der Jucht ist…es sind Nomaden und ziehen immer weiter, wenn die Felder durch die Vieher leer gegessen sind.
Beide möchten sie das wir länger bleiben, leider drängt die Zeit – Visum für Russland läuft bald aus, und die Nächte werden immer kälter, zudem wissen wir absolut nicht was uns in der Mongolei noch bevorsteht. Wir verabschieden uns von den beiden und reden unterwegs oft über die zwei. Sie leben sehr traditionell, haben keinen Stromanschluss, kein fliessend Wasser nur ein Solarpanel mit einer Autobatterie und eine kleine LED Lampe in der Jucht. Sehr sehr sympatisch die zwei, wir wünschen uns die irgendwann mal wieder zusehen, es wird schwierig sie ohne Adresse irgendwo auf einem Hügel in der Mongolei zu finden – leider !


Die nächste Nacht scheint diesmal wirklich mild zu sein 6 Grad, komische Wolken sind zu sehen, aber der Wind weht nicht in unsere Richtung. Auf das Zelt verzichten wir erneut, schlafen ruhig ein, dann erwache ich als ich Regentropfen im Gesicht spüre…in Rekordzeit steht das Zelt und es hört dann auch auf zu tropfen Gute übung für den Ernstfall denken wir uns.




Wir reisen oft an verlassenen Wohnsiedlungen durch, es macht den Eindruck dass man verzweifelt versucht hat die Nomaden im osten der Mongolei zusammen zu treiben und in Plattenbauten wie in der DDR unterzukriegen. Der Unterschied zur DDR ist, hier hat es NULL Infrastuktur, die WC’s sind Plumsklos weil es keine Kanalisation gibt, es gibt absolut keine Bäume geschweige den Schotterstrassen die einigermasser passabel sind, über den gesamten Teil den wir gesehen haben ist eine Art Sumpfgebiet verbreitet, der Boden muss sehr salzig sein, da das Wasser in den immer mehr austrockneten Seen von riesigen Salzpfannen umgeben ist, das würde auch den schlechten Wachstum der Pflanzen erklären. In der Regenzeit Juli-August muss es sehr unangenehm sein hier durchzufahren, wir weichen fast auf der gesamten Strecke grossen Pfützen aus in den locker ein Auto verschwindet. Die Strassen wechseln von spitziger Steinstrasse zu Erde oder Sand im nichts, Sekundenschlaf ist hier ausgeschlossen man ist so auf die Fahrbahn konzentiert, dass fast schon die Birne qualm.

 Sobald wir kurz vor einem Dorf sind, sieht man schon aus Entfernung die Leute auf ihre Mopeds draufspringen um uns hinterher oder entgegen zu fahren. Es ist unglaublich, aber so läuft es immer ab, sie warten wie Asfresser auf Beute, auch wenn in der Ferne eine Jucht steht, hopst einer aufs Moped und steuert auf uns zu ! Unglaublich wie neugierig die sind. Irgendwo in einer dieser Dörfer kommen wir auf die falsche Seite der Bahngleis die Transitstrasse verläuft rechts neben der Bahn und wir fahren links, es ist ein Feldweg der sich scheinbar noch nicht wirklich rumgesprochen hat, vielleicht ist es auch verboten dort rumzufahren ? Wir wissen es nicht ! Es kommt auch nie ein Auto entgegen. Am Weg entlangt verlaufen auch die Strompfeiler, ein Wartungsweg für Bahngleis und Strompfeiler ? So scheint es…Stundenlang bleiben wir auf der Seite, es geht mal etwas weiterweg von der Bahngleis, dann wieder zurück. Irgendwann wird er von mehrere Graben untergraben, so stehen wir da, Anne ging es schon den ganzen Tag nicht gut ich sage zu ihr sie soll sich hinlegen und ich schaufle uns einen Weg frei so das wir wenigstens auf dem Feld weiter können…1h später und etwas ausser Atmen, aber hat bestens funktioniert geht es über das Feld bis zu einem Bahnübergang weiter, noch nie haben wir uns so über den Bahnübergang gefreut! Haben alles gefilmt nur die veröffentlichung dauert noch.












Wir folgen dem Navi Richtung Grenze, es geht von einer breiten Schotterstrasse links ab auf eine schmalere…das soll die Transitstrasse zur Grenze sein ? Navi sagt JA ! OK, ich sehe noch auf dem Navi den Fluss und das es über ihn drüber gehen muss, wir steuern auf ihn zu und sehen ein Bauernhaus…natürlich kommt da wieder wie eine wilde Sau einer mit seinem China Moped angeschossen, die Typen düsen mit den Teilen über die Piste ohne einmal zu überlegen, so dünne Federbeinchen hatte ich nicht mal am Peugeot 103 Mofa ! Er fährt uns bis zum Fluss hinterher, nicht schlecht ! Das Navi sagt geradeaus nur die Brücke fehlt ! Wir schauen nach rechts und links…nichts da, also fahren wir erstmal recht zügig rechts am Fluss entlang, es geht leicht in einen grösseren mit Gras und komischen Gestrüp bedenkten Graben am Flussufer runter, erst dann merke ich es ist ein Sumpf, Anne kann ich nicht mehr rechtzeitig warnen, weil beide Hände wie angeschweisst am Lenker kleben und versuchen die wild geworden BMW unter Kontrolle zu halten Anne folgt brav hinterher Ich muss immer mehr Gas geben, da die Reifen versinken ! Am Ende rausgekommen zeige ich Anne GAS GAS GAS…sie war etwas mit Adrenalin gefüllt als sie da wieder draussen war
Der junge mongolische Kamikaze Pilot scheint Taubstumm zu sein, er redet aber ohne Stimme und mit Händen und Füssen erklärt er uns ihm zu folgen, wir folgen ihm wieder bis zu der Stelle wo das Navi am Fluss sagte GERADEAUS, dann fährt er runter zum Fluss und dann wird klar, es geht nur so rüber ! Das Wasser reicht bis zum Sattel und der Untergrund sind kleine Kiselsteine…Flussdurchfahrten mit der Tiefe haben wir nicht geübt und so kurz vor der Grenze um kurz vor 16 Uhr einen Sturz im Wasser wollten wir nicht riskieren, die Sonne geht um 18 Uhr unter. Wir bedanken uns bei dem Jungen der noch kurz nach eine Zigarette fragte (wir rauchen beide nicht) und fuhren zu der breiteren Schotterstrasse wieder zurück die irgendwann durch viel Glück und einpaar mal richtig abbiegen zur Grenze führte.

Vor der Grenze fangen uns zwei mongolische Soldaten ab und machen Fotos mit uns, die Armee so wie wir sie auch im mongolischen Fernsehen gesehen haben, besteht offentlich aus Jugendlichen man sieht keine Erwachsenen – schräges Ding, so auch die zwei Soldaten und der den wir später an der Grenzen sehen werden. Wenn es hochkommt 17 Jahre jung. An der Grenze angekommen…sehr sehr klein ist der Grenzübergang in Erdenstaan, steht das Gittertor verschlossen ich warte nicht lang und laufe links vom Tor durch einen Spalt durch, dann kommt auch schon die ein Mann Armee und macht das Tor auf. Die Grenzbesatzung kommt raus, zwei mongolische Passanten mit schweren Gepäck sind auch auf dem Gelände. Es ist 16.20Uhr die Beamtin sagt die Russen haben die Grenze zugemacht und erst morgen um 8 Uhr geht sie auf, die 6 Beamten verhalten sich merkwürdig, reden wirres Zeug. Wir erwerken den Eindruck als ob sie etwas von uns wollen, und uns hier festhalten wollen, versuchen uns zu stressen. Ich sage sie soll an der russichen Grenze anrufen, dann nimmt einer unsere Pässe und wir folgen ihm, er geht durch eine Tür und wir sollen durch eine andere. Im Gebäude will er meinen Migrationsschein sehen, den zeige ich und Anne hat ihren in den Passport reingelegt kurz bevor er uns die Pässe abnahm , der fehlt jetzt aufeinmal. Er macht einer auf nichts wissend, Anne geht wieder raus und sucht ihn verzweifelt, fragt noch die anderen Grenzbeamten ob sie ihn gefunden haben ? Nichts gefunden, wir merken das sie irgend ein dummes spiel mit uns treiben und dann Poker ich…ich sage zur Anne ich rufe schnell in der Ambassade an, ich sage bewusst nicht Botschaft, weil sie das nicht verstehen würden. Die Dame sagt sie will unser Gepäck anschauen, am Motorrad angekommen fällt mir auf das sie bereits am Tankrucksack dran waren, alles andere hat ein Vorhängeschloss. Die beiden Passanten rücken mit dem Gepäck wieder ab, und Stück für Stück packen wir unser Zeug aus, dann reden wieder einpaar Beamte durcheinander…SCHNELL SCHNELL die Russen warten auf Euch die Grenze schliess um 17Uhr ! Aufeinmal ist auch Anne Migrationsschein aufgetaucht, wir packen und dann springt der Typ der die Pässe abnahm ohne zu fragen aufs Motorrad und wirft es fast um, weil er es nicht halten kann. Mit erhobener Stimmte sagte ich ihm geh sofort runter der Seitenständer ist nicht der stabiliste, mit einem rotem Kopf tat er dies dann auch. Wahrscheinlich wollten die Russen wegen den zwei Mongolen keinen Stress mehr und haben deshalb die Grenze geschlossen, als es dann hiess zwei aus Europa sind da war sie wieder offen.Beim rausfahren salutierte noch der junge Soldat und wir sagten DANKE.
Zu meiner Enttäuschung hat die mongolische Küche die wir in Europa geboten bekommen nichts mit der Küche in der Mongolei zutun ! Hier ist das Gemüse sehr teuer, man bekommt es kaum, und meisten gibt es nur gekochtes Schafsfleisch, gegrillt haben wir es nirgends gesehen. Kuhfleisch findet man auch ab und zu.
Es war für uns beide eine Super Erfahrung das Land und die Einwohner zu entdecken, wir haben uns hier in kurzer Zeit an die Grenzen von Mensch und Maschine rangetastet – das ist Abenteuer pur !
Das Land ist durch seine unendliche Weite sehr faszinierend, man fährt Tage lang und sieht nicht ein Schild irgendwo, Totenstille, die riesigen Tierherden die sich frei bewegen, seien es Pferde, Kühe, Schafe, Kamele usw. es ist jedesmal ein WOOOW- Effekt. Mit etwas Verantwortungsbewusstsein bleibt es weiterhin ein sehr sehr faszinierendes Stück Erde!
Bei den Russen ging es sehr freundlich zu, sie waren etwas im Stress, weil sie wirklich um 17Uhr zumachen wollten. Im Gebäude sehe ich eine Uhr dort steht 19Uhr ! Ich wollte dem Beamten noch sagen das die Uhr falsch geht, dann packte ich das Navi aus der Tasche und schaute auf die Uhr…19UHR ! FUUUCK das gibt es nicht einfach so +2h innerhalb 100m.
Wie gesagt die Grenz ist sehr sehr klein und mit schweizer Fahrzeugen bzw. Papieren hat man so wirkt es –keine Erfahrung…das ganze Gepäck muss auch hier wieder raus, aber alles ganze easy und freundlich. So verlassen wir in der Dämmerung die Grenze…
Willkommen RUSSIA ! Und wir schlafen wieder ohne Zelt, es ist zu dunkel um einen geeigneten Platz zu suchen. Am morgen kommt schon der erste Lada entgegen, wenig später als wir einen Berg hochfahren holen wir einer dieser russischen mobile Diesel Nebelmaschinen ein, die LKW^s sind aus der alten sowjet, haben keine Power und so kommt es, dass wenn man das Glück hat einer dieser Stinkbomben den Berg hinterher fahren darf, jeden seiner 12 Gänge inaliert. Freude kommt auf ich mag irgendwie die Russen, sehr viele Auto die uns entgegenkommen grüssen uns, wir freuen uns wieder auf die gute russische Küche die Strassen sind ca. 60Km nach der Grenze wieder Super ! Wir nehme eine Abkürzung von 270Km und müssen nicht durch die Stadt Chita fahren, die Abkürzung erwies sich als Volltreffer…die Strasse war Super nur etwa 35-40Km Offroad aber ganz OK danach wieder der schönste Asphant. Das Navi konnte die Route nicht erkennen, weil es als Offroad Strasse verzeichnet ist…es war eher unser Glück nach der Karte nach zu fahren und diese Abkürzung zu finden.
P.S. Wir sind am 02.10.14 in Vladivostok angekommen und verladen morgen am 07.10.14 unsere Bikes Richtung Korea…Ein kleiner Roman von der Strecke ab der russisch/mongolischen Grenze bis und von Vladivostok folgt noch. Die Zeit und die Internet Verbindung hat gefehlt. Die bestellten Bremsbeläge für die R 1100GS werden wohl nicht rechtzeitig ankommen Gruss an alle !