Saturday, 7 March 2015

Cambodia 15.02.15 - 07.03.15



200 days, 24400KM (05.03.13) on the road. 200 Tage, 24400KM Unterwegs. Wir hatten einen skuriellen Start in Cambodia.

Wir hatten auch das grosse Glück auf der absoluten Sonnenseite von Kambodscha 3 Tage zu verbringen. Nachdem wir wegen dem Visum für Vietnam runter nach Sihanoukville gefahren sind, und das vietnamesische Konsulat wegen dem chinesischem Neujahr das drei Tage dauert geschlossen hatte, und die Stadt einen üblen Eindruck macht, wollte wir keine Zeit verlieren und fuhren wieder Richtung norden zur Hauptstadt Phonm Penh. Der Feierabendverkehr, die schwüle Hitze und die schlechte Strasse machte die Fahrt zur eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Wir schwitzen mehr raus als wir überhaupt trinken konnten. Eine kleine Abkürzung durch den Wald stellte sich als eine kleine Abzocke raus, für die Durchfahrt wollte man Geld von uns, und die Einheimischen musste natürlich wie hier überall, nichts bezahlen. Nein sagten wir und fuhren wieder zurück auf die mit überladenen Kleinbus und LKW gefühlte Transitstrasse. Wenn bei uns in einem kleinen alten Mitsubishi L300 Bus 8 Personen sitzen, sind es hier zwischen 25-30 Plus Gepäck und Passagiere auf dem Dach, 1-4 Scooter hängen aus dem Kofferraum noch raus, das ist noch nicht alles. Hühner werden lebendig an den Fensterscheiben ringsrum ums Auto gehängt, das hat den grossen Vorteil das bei Ankunft schonmal das ganze Gefieder weg ist, die Hühner durch die Hitze vorgegart sind, und durch den ganzen Dreck und Altöl von der Strasse, eine Art Marinade am ganzen Körper haben ;)




Die erste Nacht in Cambodia verbrachten wir neben einem Haus der Einheimischen. Frischgemacht haben wir uns mit dem Wasser von "Teich"







Nach dem wir die erste Nacht im Zelt verbracht haben und total verschwitzt hinzu noch sehr müde waren, beschlossen wir eine "normale" Unterkunft zu suchen. Für 7 Dollar die Nacht etwas zu hoch, dafür aber sehr ruhig. Sowas nennt man üblen Sonnenbrannt trotz Sonnenmilch 50+! Das schwitzen in der schweren Motorradjacke machte die Fahrt nicht grad angenehmer, der ganze Rücken und später die Beine waren verbrannt, ich hatte richtige Brandblasen die durch die Reibung der Kleidung ständig aufgingen.
Tagsüber brauchen die Frösche ein gutes Versteck, so wie hier den Lichtschalter. Keine Ahnung wie der Frosch da hochkam? Die Treppe ist sehr steil.





Die Zeit im Guesthouse nutzten wir für Dinge wie z.B. für einen Service an den Bikes. Dummerweise habe ich die 24er Nuss in Korea wieder zurückgeschickt, keine Ahnung wieso?? Der Engländerschlüssel war für den Oelfilterschlüssel auch zu klein...so musste ich den Englänger vergrössern. Wenn es mit der Feile nicht vorwärts geht, dann hilft nur noch sägen sägen sägen bis die Finger bluten.


Das Leitungswasser wurde aus dem Tümpel nebenan hochgepumpt und war nicht geniessbar, so filterte Anne einige Liter Wasser. Hat gut geschmeckt!




Die Rote Khmer "Ameisen" wieder am kämpfen, jeder möchte von den touristen was abhaben.




Chi Phat GPS: N 11°19'42.3"  E 103°31'24.2"
Weitergeht nach Chi Phat ein kleines Dörfchen, und wissen nicht das es nur per Fähre rübergeht.



Es geht rüber zum Chi Pat Dorf, es gibt nur den Wasserweg, daher ist es dort seeehr friedlich!
Auf der Fähre hiess es zuerst "No Bikes!" Dann wollte man 5 Dollar für 40m Fluss überquerung, auf der Fähre waren wurden es 4 Dollar, und zu unserer Ueberraschung mussten wir erst auf der anderen Seite bezahlen 1 Dollar pro Bike. Das heisst die Jungs auf der Fähre wollten das Geld in die eigene Tasche stecken...als wir später wieder das Dorf verlassen haben ging das spielchen von vorne los, die gleichen Jungs. Sie sagten zunächst 10000Riel rund 2,50Dollar, ich meinte es hat vor einpaar Tagen 8000Riel 2 Dollar für beide gekostet, OK sagen sie und eine Frau kassiert das Geld 10000Riel und will mir gleich das Wechselgeld bringen sagt sie, und lauft weg und lacht noch dreckig, in dem Moment fährt die Fähre ab und ich schrei zum "Kapitän" HEY ICH WILL DAS RüCKGELD, LEG SOFORT DEN RüCKWäRTSGANG EIN! Er merkt das wir es ernst meinen und fährt wieder zurück. Die Frau sieht uns zurückkommen und drückt das Geld einem kleinen Jungen in die Hand der uns es wieder geben soll. Dummerweise hat der Junge die 2000Riel Rückgeld und die 10000 die ich geben habe...er gibt uns die 2000+10000Riel das realisieren wir erst auf der anderen Seite des Flusses. So wurde die Abzockerin sofort bestraft :) Ein sehr guter Tageszins von 20%! 



 


Auch kleine Mädchen fahren Scooter man braucht hier keinen Führerschein





Die Offizielle Strasse und eine krumme und wacklige Brücke zu den Wasserfällen die wir niemals zu gesicht bekamen, weil später die Strasse bzw. der Graben für unsere Bikes zu schmal war.



Auf dem Weg zu den Wasserfällen und die Strecke wird immer komischer. Man sieht leider den Höhenunterschied nicht, aber rechts ging es eine feine Böschung runter. Wenn ich hier gestürzt wäre, dann wäre Game Over. Ich überlege es mir einpaar mal, Anne traut sich nicht rüber und so fahre ich beide Bikes über die Brücke. Nach der Brücke ging es einen erdigen Berg hoch und der Weg war leider zu schmal, so blieb ich mit dem linken Koffer am Graben hängen, fiel den Graben rechts runter und klemmte mir mein Bein ein.






Es war ein stundenlanger Kampf für die 22KM Offroad. Die Rückkehr von den Wasserfällen ins Guesthouse. Wir waren beide inkl. die Motorradkleidung durchgeschwitzt und ausgenudelt.





Die Raten mögen unsere Seife! Sie kamen irgendwie über den Balkon in den ersten Stock. Unsere mobile Waschmaschine, nun müssen auch die Motorradkleider dranglauben.



Wir besuchen ein Ökocamp in dem Dorf Chi Phat dass von einer amerikanischen Stiftung "Wild life" finaziert wird. Das ganzen Dorf scheint davon finanziert zu werden, weil sogut wie an jedem Haus ein "Wild life Guesthouse" Schild hängt und zusätzlich weitere Schilder wie "keep your village clean" (haltet Euer Dorf sauber) oder "Don't eat wild animals" (Esse keine wilden Tiere) Im gleichen Atemzug werden tierchen wie Fledermäuse usw. zum essen angeboten, also ein Kontrollorgan dass das Treiben im Dorf kontrolliert, scheint es nicht zu geben. Ebenso sieht man in allen kleinen Läden kleine Mädchen zwischen 7-10 Jahre jung arbeiten, sie sind den ganzen Tag dort und verkaufen Ware. Die UNICEF macht gross Werbung gegen Kinderarbeit, aber wer kontrolliert es hier???  Auch wenn von extern spontan jemand kommen wollte, er muss die Fähre nehmen, und so haben die Leute noch Zeit zum reagieren und die Kinder wegzuschicken. Ein Teufelskreis! Und wenn man sowas sieht, dann möchte man erst recht nichts Online für solche Organisationen spenden. Lieber vor Ort helfen sogut es geht.






Ein typischer Shop in dem alles mit rotem Staub bedeckt ist. Einen Frisörsalon hat es auch im Dorf.














Eine Luxus Bungalow Anlage gibt es ebenso in Chi Phat, wir schauen uns kurz auf dem Gelände um.








Wie überall in Cambodia gibt es viel Müll, und in Chi Phat "kämpf" die Organisation Wild life gegen das Müllproblem, sie pumpen Geld ins Dorf...scheinbar läuft es irgendwo anderst hin. Ein Huhn das Enten grosszieht sieht man auch nicht oft. Die gefälschten Red Bull Dosen sehen wir vermehrt durch Kleinkinder trinken, wahrscheinlich klärt sie keiner auf was es wirklich für ein ungesundes Getränk ist.






Stromversorgung vom Dorf, Storm gibt es erst ab 18 - 23 Uhr inkl. Stromunterbruch. Das ist die offizielle Fähre für Zweiräder und Personen, auf der Fähre  muss man sein Zweirad drehen sonst kommt man auf der anderen Seite nicht hoch. Für uns war es nicht möglich diese Fähre zu nehmen. Man sieht 4 Scooter und 17 Passagiere die auf den 4 Scootern verteilt werden, sehr wirtschaftlich! Abends schauen wir wieder bei Wild life rein und tauschen unsere Erfahrungen mit den ökotouristen aus.





Nach einem Sturz musste ich meinen Spiegel reparieren und hier fand ich das passende Schweissgerät Marke Eigenbau! Angetrieben von einem Dieselmotor und unterstützt durch einige Autobatterien, unglaubliches Teil, hat aber bestens funktioniert! Der Spiegel ist wieder OK, die Schweissnaht sollte heben






Unser Guesthouse in Chi Phat im altfranzösichem Stil gehalten.
Unser Zimmer für 5 Dollar, und zwei Tage lang kam der Eigentümer nicht, so waren wir quasi illegal drin! Ich schaute mir in Ruhe alle Zimmer an und wählte für uns das beste aus. Die Schlüssel lagen alle auf einem Tisch am Eingang.





Nattaya - Hotel Resort GPS: N 10°33'06.8"   E 104°02'47.3"
Wir fahren weiter Richtung Norden nach Nattaya - Hotel Resort zum Harris und seiner Familie.



Es wurde dunkel und die ersten Herden von grossen Tiere fingen an die Strasse zu durchqueren, uns wurde es langsam zu gefährlich, weil auch grosse Wasserbüffel und Kühe plötzlich vor dem Vorderrad standen. Wir fuhren an einem Schild durch auf dem ich im dunkeln in der schnelle nur Hotel lesen konnte, schnell kehrten wir um und folgten gut 2 KM einer Schotterpiste...dann kam das gesuchte "Hotel"??? Nein es war eine riesige Luxus Anlage, und nach kurzem nachfragen ob es ein freies ZImmer bzw. Bungalow hätte, sagte der Typ nein alles werden dem China blabla Tag ausgebucht. Wir fragten auch ob man das Zelt hier irgendwo aufschlagen kann? Nein ist verboten, hiess es. Er ging weg und wir sahen zwei sehr schick und leicht beschwibste Kambodschanerinen, die eine kam und fragte ob sie uns helfen könne? Wir erklärten kurz unsere Situation, dann meinte sie sie haben am Strand etwa 400m weit im Meer eine Art offener Bungalow dass für alle Gäste zur verfügung steht, dort könnten wir übernachten, aber um 6 Uhr müssten wir verschwinden weil die ersten dann hinlaufen werden. OK kein Problem, dann lauft sie mit ihrer Schwester die 400m lange Brücke auf dem Meer vor (siehe Fotos). Wir breiten unser Zeug aus kehren zur Anlage zurück essen etwas, und unterhalten uns mit ihnen, dann kommt der Typ zurück und sagt:" Wieso ich nicht gesagt habe das ich den Alex kenne den wir auf der Pattaya Bikeweek kennengelernt haben, und der uns bis Kambodscha begleitet hat? Es ist sein Kolleg und er erzählte ihm von uns, und er ist derjenige der ein defektes Motorrad hat dass repariert werden muss. Der Typ ist der Bruder der zwei Frauen die uns so freundlcih empfangen haben, und der Schlafplatz gezeigt haben. Die Familie ist seeeeeeeeeeeeehr wohlhabend, sie besitzen ein zwei Fussballfelder grosses Grundstück direkt am Meer mit 25 wahnsinns Bungalows, da günstigste kostet 100 Dollar die Nacht. Als vergleich wir haben für ein Hotel 5-10 Dollar bezahlt, und ein durchschnitts Kambodschaner verdient ca. 100 Dollar.
Wir legen uns schlafen und erwachen um 3 Uhr am morgen als ein recht starker Wind durch die Unterdachung pfeift, es ist uns zu riskant, weil wir nicht wissen wie das Wetter wird und wir 400m weit im Meer draussen sind, wenn blöd kommt dann spült es uns grad so weg und keine Sau merkts.
Wir beschliessen an der Pool Anlage zuschlafen. An dieser Stelle gebe es noch einiges zu schreiben...wir lassen es aus, wir wurden bestens behandelt, alles andere ist nicht unser Bier.
Unter den Gästen sind einige Politiker, deutsche Botschafter usw. wir lernen einen davon kennen, was wir da erfahren :( es macht für uns den Aufenthalt in Kambodscha nur noch unangenehmer und bestätigt einpaar Vorurteile.
Eine weitere Nacht schlafen wir am Pool, am nächsten Tag als wir aufbrechen wollen hat Anne grosse Schmerzen am Knie
und so beschliessen wir noch eine Nacht zu bleiben. Dann kommt die Chefin und besteht darauf das wir gratis im Bungalow schlafen, und das grosse Frühstücksbuffet wie die zwei Tage zuvor, ebenso frei ist! Sehr sehr sehr grosszüzig von der Familie! Sie kennen uns überhaupt nicht und sind so spendabel! Ich war wahnsinnig froh das Anne in einem richtigen Bett schlafen konnte, und ihr Knie besser wurde.





Die erste Nacht im Paradies in Nattaya! Wahnsinns Gelände! Grosses Danke an Harris und seine Familie. Anne bestellte sich ein Cambodia Suppe und wartet vergebens auf Heisswasser, die Suppe ist ohne Wasser und wird so gegessen, bei uns würde man es Salat nennen ;)






Unser Schlafplatz...400Meter weit im Meer und um 3 Uhr am Morgen zog ein Sturm auf...war etwas unangenehmen und so verdrückten wir uns wieder. Die kleinen Daewoo's werden einfach geköpft und zu Golfplatz Auto umfunktioniert.











 Anne ist nur knapp einem Hai Angriff im Pool entgangen, ihr Schinken ist sehr beliebt ;)


 Grosse Danke an Harris und seine Familie das wir drei Tage in diesem Paradies bleiben durften!








Sehr schönes Frühstücksbuffet und sehr vielseitig! Man sieht auf dem rechten Fotos (mit dem Boot)den Steg und unseren Schlafplatz im Meer ganz rechts das Häuschen.








üble Angelhacken lauern in dem Algengras, ich habe einen als Erinnerung mitgekommen und am Bike befestigt.








Sihanoukville

Nach Nattaya beschliessen wir wieder nach Sihanoukville zu fahren um das Visum für Vietnam zu beantragen, man hat uns von der Hauptstadt Phnom Penh mehrmals abgeraten, dort ist die Botschaft von Vietnam. auf dem Weg nach Sihanoukville treffen wir zwei schweizer Isabelle & David (aus der französischen Schweiz) die seit 7 Jahren mit dem Fahrrad schon unterwegs sind (siehe Fotos) ca. 75000KM haben sie bereits zurückgelegt, wer sich für das Velo Abenteuer interessiert soll hier reinschauen: httpa//www.viavelo.world/:::www.viavelo.world
Das Visum war kein Hexenwerk, aber mit 60 Dollar pro Kopf recht teuer! Und zudem ist es ungewiss ob wir mit den Motorrädern die Grenze passieren können...mal schauen. Zwei Nächte blieben wir grad ums Eck neben der Botschaft, weil sie ein verlängertes Wochenende hatten und am Montag geschlossen war. Hier informiert man die Bevölkerung nicht wirklich, und wenn einer am Montag den Flieger bebucht hat und schnell ein Visa brauchte der hatte Pech.




Wir treffen Isabelle und David aus der französichen Schweiz die seit 2008 auf ihren Velos um die Welt rumfahren. Wer sich für ihr Abenteuer interessiert.
www.viavelo.world












Kurz vor Sihanoukville und diesmal fotografierte ich einen dieser überfühlten Autos. Der Fluss mit dem Müll ist grad in der Nähe der Vietnamesischen Botschaft. Direkt neben dem Fluss ist eine Zweirad Werkstatt und das alte Motoröl fliesst direkt in den Fluss.


Tropang Thnuot GPS: N 11°38'22.3   E 104°41'02.5"

Illegales campen auf dem Militärgelände
Weiter ging es Richtung Siem Reap wo die ältesten Tempel von den Khmers sein sollen. Unterwegs suchten wir einen Zeltplatz und als ich einen kleinen See entdeckte der hinter einem Zaun war, kehrten wir um und suchten die Einfahrt, Einfahrt gefunden dann gings über eine Sandpiste mit einpaar Hindernissen zu unserm Zeltplatz. 4 Tage verbringen wir dort... In der ersten Nacht hören wir die ganze Zeit schüsse und rätsel was es sein könnte? Jäger? Militär? Am nächsten morgen beschliesse ich zu Fuss in das kleine Dorf zu laufen an dem wir zuvor vorbeigefahren sind. Auf dem umzäunent Gelände spaziere ich an 5 Soldaten vorbei die gerade eine Wasserleitung über dem Sandweg aufbauten, schnell wurde mir klar wieso der Zaun und die Mauer da ist. Das Gelände ist auch sehr sauber! Als ich die Einfahrt passiere und eine weitere sehe, dort stand auf französisch drauf "Offiziers Schule Kambodscha / Frankreich" Im Dorf kaufte ich einpaar Gemüse, und machte mich auf dem Rückweg, alle die mich unterwegs gesehen haben grüssten mich mit "Hello Sir" sie denken ich sei ein französischer Offizier der einen kleinen Spanziergang im Dorf macht. Mir gefällt die Vorstellung und so packt mich der Mut und ich laufe durch den offiziellen Eingang der Militäranlage, ein Soldat sitzt gelangweilt, das Einfahrstor steht weit offen, ich salutiere er salutiert zurück und gut ist. Ich hatte noch eine kleine Actionkamera in der Hand um diesen Moment zu filmen ;)
Als er ausser Sichtweite war grinste ich über beide Ohren und zeigte Anne die Aufnahmen und erklärt ihr wo wir uns befinden. Am 3 Tage das gleiche, und es fährt sogar ein Soldat mit einem Scooter an uns vorbei und geht angeln, dann am Nachmittag komme zwei Soldaten die kein englisch sprechen und mit händen und füssen klarmachen wir sollen von hier weg. Ich fragte auf französisch ob sie französisch sprechen? Ich kann nur diesen Satz auf französisch und einpaar Schimpfwörter :D sie reagieren sehr komisch und ohne irgendwas zu sagen verschwinden sie. Uns ist klar es kommen gleich andere die mit uns dann reden können...5 weitere kommen, einer kann englisch und bittet uns zunächst unser Zeug zu packen. Wir erklären es ist 16.30Uhr und in 1,5 Stunden ist die Sonne weg, dann finden wir keinen Zeltplatz mehr. Er wiederholt mehrmal wir sollen gehen, es hat schöne Berge in Kambodscha wo es Platz für uns hat, hier sind wir unsicher meint er! Wir sagen hier ist es am sichersten für uns! Wir zeigen ihm einpaar Fotos von Insekten und Tieren die hier auf dem Gelände sind, erklären einpaar Dinge über die Natur hier, und irgendwie scheint es zu funktionieren…er fragt uns ob wir an Geister glauben, weil in Kambodscha es viele böse Geister gibt. Schnell zeigen wir an unseren Bike die kleinen Glocken die wir in der Schweiz von Yoyo und Michel bekommen haben, sie dienen dazu da böse Geister fern zu halten. Wir glauben an sowas nicht, für uns ist es eher Symbolisch. Er telefoniert mit dem Ranghöchsten der kurz darauf fein in Lacoste Kleidung kommt und eine Tissot Uhr hat er auch, ich erkenne sie sofort, weil ich die gleiche Porno Uhr hatte! Es ist ein goldener Tissot Chronograph der eher zu den Zuhälter aus den späten 80igern Anfang 90iger passte, dazu noch eine Corvette Z3 oder ein Mercedes 500SEC und fertig ist der Porno look. Alles Original aus Südfrankreich...dort besitzt der Kommendant ein
Chinesisches Restaurant, da kommen in unseren Köpfen einpaar fragen auf…er hat wohl gute Beziehungen.
Er erlaubt uns eine weitere Nacht hier zu bleiben, und fragt ob uns jemand beschützen soll, unsere Namen und unsere MISSION sollen wir ihm aufschreiben! Welche Mission fragte ich? OK unsere Homepage schreibte ich auf, dort kann er sich über unsere Mission schlau machen.
Die Rote Khmer und die Armee ist hier sehr gefürchtet im Land!
Um 6 Uhr am morgen stehen wir auf und packen gemütlich unser Zeug, da sehen wir hinterm Busch einen Scooter und einen Soldaten der unser Geschehen beobachtet. Wir fahren anschliessend voraus und er folgt uns bis zur Ausfahrt, ich nehme zu seinem Pech nicht die offizielle Ausfahrt, sondern die gleiche die wir am ersten Tag genommen haben. Wir winken ihm zu, und sehen dann bei der Haupteinfahrt ist das Tor schön zu, einpaar Soldaten bewachen plötzlich die Einfahrt und erfährt dorthin. Warscheinlich gab es risen anschiss für alle, wieso wir unentdeckt aufs Gelände kommen konnten, und nun wird es wieder anschiss geben, weil sie vergessen haben das hinter Tor zuzumachen :D Er folgte uns mit dem Scooter bis ins Dorf wo wir wieder Essensvorräte kauften. Ich machte im deutlich das wir ihn sehen, weil er sich hinter einer Garage versteckte, dann liess er locker und so konnten wir ohne unsern Fan weiterfahren. ;)


Früh am Morgen wird man in der Natur durch die Natur auch mal überrascht, eine handflächengrosse Spinne war im Zelt.

















Campen GPS: N 13°45'18.5"   E 104°58'52.8
Campen mit den Wasserbüffel Nachdem illegalen campen auf dem Militärgelände fanden wir unterwegs wieder eine nette Stelle furs Zelten, und ausser einpaar Wasserbüffel die auftauchten und neugierige Kinder gabs es nicht spektakuläres.



Direkt neben unserm Schlafplatz kommen Wasserbüffel in der Dämmerung zum abkühlen.
Es wird dunkel und alle Büffel sind weg, nun können wir "ruhig" schlafen...die Nächte sind sehr laut in der Wildniss.




Bevor wir uns anziehen checken wir immer die Kleidung ob sich wie hier zusehen ist, irgendwas versteckt



Siem Reap GPS: N 13°21'16.9"   E 103°51'14.4"
In Siem Reap von 01.03 - 08.03.15In Siem Reap angekommen wollte wir kurz bei den Tempeln vorbeischauen, damit wir uns für den nächsten Tag besser vorbereiten können. Am Gelände angekommen halten und Mitarbeiter an und verlangen eine “Spezialbewilligung” für Motorräder, ich erkläre wir wollen nur durchfahren, wohin durchfahren in die Stadt? Fragte er…ja genau in die Stadt wollen wir, sagte ich, und schon ging es los. Unmenschlich viele Touristen sind dort unterwegs, und so halten wir kurz für einen Schnapschuss an (siehe Foto) dann kommt ein Polizist und fragt ob wir Tickets haben? Welche Tickets und was die kosten? Frage ich…20 Dollar pro Person! Sagte der Polizist, auch hier…Einheimische zahlen nichts! Ich sagte wir fahren nur durch und sofort gings weiter, doch dann kam wieder ein Tempel bei dem wir kurz halt machten und dann kam einer Sicherheitsmann und sagte wir sollen jetzt das Geländer verlassen, die Polizei sucht schon nach uns, alle wissen bescheid das wir ohne Eintrittskarte hier rumfahren. UUPPPPS OK wir fahren gleich los…einpaar Touristen machten noch Fotos von uns, stellen einpaar Fragen und dann gings los.
Etwas am Rand der Stadt suchten wir eine Unterkunft und in den verwinkelten Gassen sah ich eine weisse Frau und fragte sie nach einem Hotel oder Guesthouse, sie konnte französisch und so übernahm Anne das Ruder. Wir sollen ihr mit den Bikes folgen sie laufe voraus, OK 300m spatter sind wir am LE DAUPHINE einem Guesthouse angekommen dass von einem coolen franzosen geführt wird. Es hat ein grosses Tor mit Innenhof, so sind schon mal die Bikes sehr sicher und zudem ist es das günstigste in Siem Reap! 10 Dollar mit Wifi und französischem Frühstück, so ein französisches Frühstück besteht aus einem Kaffee, kleinem Baguette, Marmelade und etwas Butter ;)
So und nun endet die Geschichte…4 Tage sind wir hier und werden heute (06.03.15) Siem Reap verlassen bzw. versuchen über Laos nach Vietnam zu fahren, und somit vorzeitig aus Kambodscha zu verschwinden





In Siem Reap, ein Mönch wird beerdigt, laute Musik dröhnt aus dem auf dem Roller montierten Megaphon. So sieht eigentlich jedes Restaurant in Cambodia aus, sie schmeissen alles auf den Boden, Essensreste, Papiertücher usw. Das ist von dem alten Brauch übrig geblieben, sie haben bis vor einpaar Jahren keine Teller gehabt und aus Bananenblättern gegessen, danach wurde alles auf den Boden geworfen. Heute werden sie scheinbar nicht genügen aufgeklärt dass das Plastik nicht so schnell verdirbt






Angkor Wat Tempel GPS: N 13°24'23.5"   E 103°52'02.6"
Siem Reap









Man sollte meinen solche alten Schätze und überbleibsel von den alten Khmers, wie z.B. dieser Tor (Foto in der Mitte) zu schonen und es pflegen. Die heutigen Cambodianer machen einen Durchfahrt für den Verkehr daraus... Tempel von Angkor Wat



Les Dauphins Guesthouse GPS: N 13°20'39.9"  E 103°50'58.3"Thierry der Chef selber ist Motorradfahrer www.guesthouse-lesdauphins.com















Eric & Thierry Stocker GPS: N 13°20'31.9*  E 103°51'45.8"


Wir besuchen zwei französiche Künstler Gebrüder ERIC & THIERRY STOCKER in Siem Reap, die den einheimischen die alte Kunst beibringen. Sie kaufen von einheimischen unlackierte Figuren und veredeln die mit Blattgold, Eierschallen und aus bäumen gewonnene Farbe die sie selber herstellen. Sie verwenden auschliesslich Naturprodukte und so dauert es gut 3 Monate bis so ein Buddha fertig ist...der kostet dann um die 5000 Dollar. Sie haben viele Ausstellugen und sind sehr bekannt. Super schöne und tolle Meisterwerke die sie haben in der Galerie ausgestellt. Ein Rundgang dauert gut 30 Minuten und ist KOSTENLOS! Zum erstenmal kostet es offiziell nichts! Danke Eric & Thierry. stocker.eric(at)yahoo.fr
Tel. +855 (0) 12 327 680






Es wird alles detailiert erklärt für Kunstliebhaber sehr empfehlenswert, und eine Abwechslung zu Siem Reap. Der Hintergrund (roter Buddha) wird mühsam aus französischem Stroh! gemacht, sieht affengeil aus!






Der Buddha (Foto Mitte) ist mit Gold bestückt, keine Preisangabe zu diesem Buddha, aber wenn die anderen einfacheren ohne Gold 5000 Dollar kosten, dann wird dieser deutlich mehr kosten.












Der Müllberg von Phnom Penh (Hauptstadt von Cambodia)


Auf dem Müllberg in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh leben rund 1000 Menschen auf diesem Berg. Sie sind wie viele andere Menschen wegen der Arbeit in eine der wenigen Grossstädte gekommen. Die Kinder wachsen mit dem dem Müll auf, und halten es wahrscheinlich für normal das sie so leben. Der Berg ist ständig am brennen bzw. dahin schmelzen, weil der Müll darauf verbrannt ist.

So entsteht der in der Nase beisende Geruch von verbranntem Plastik, Autoreifen und Fäkalien.
Da kommen einem echt die Tränen.